Stier
// Taurus (TAU)
21. April – 20. Mai
- Element
- Erde
- Herrscherplanet
- Venus
- Beobachtungszeit
- DEZ - FEB in Europa
Heimat zweier berühmter Sternhaufen
Der Stier beherbergt gleich zwei der bekanntesten Objekte des Nachthimmels: die Plejaden (M45) und die Hyaden – beides offene Sternhaufen, die schon mit bloßem Auge als Sternengruppen erkennbar sind und zu den auffälligsten Deep-Sky-Objekten überhaupt zählen. Zusätzlich liegt hier der Krebsnebel (M1), der Überrest einer historisch dokumentierten Supernova aus dem Jahr 1054.
Name und Ursprung
Der Name bezeichnet den Stier und geht in der griechischen Mythologie auf Zeus zurück, der sich in Stiergestalt verwandelte, um Europa zu entführen. Auch bei den Babyloniern und noch früher ist ein Stier-Sternbild belegt – es zählt zu den ältesten bekannten Sternbildern überhaupt.
Hellster Stern und Orientierung
Orientierung bietet Aldebaran (α Tauri), ein orangeroter Riesenstern und der hellste Stern des Sternbilds, der das "Auge" des Stiers markiert. Von dort aus spannen sich die V-förmigen Hyaden auf, während die Plejaden etwas abseits als kompakte Sterngruppe auffallen.
Nachbarsternbilder
Zu seinen Nachbarn zählen unter anderem Widder, Zwillinge, Orion und Perseus.
Beobachtung von Europa aus
Von Europa aus lässt sich der Stier am besten zwischen Dezember und Februar beobachten. Er steht hoch am Winterhimmel und ist dank Aldebaran sowie der beiden Sternhaufen auch unter mäßigen Bedingungen gut zu finden.