Zwillinge
// Gemini (GEM)
21. Mai – 21. Juni
- Element
- Luft
- Herrscherplanet
- Merkur
- Beobachtungszeit
- JAN - MÄR in Europa
Zwei helle Sterne, nah beieinander
Namensgebend sind die beiden Hauptsterne Castor und Pollux, die nebeneinander stehen und optisch ein "Zwillingspaar" bilden – ungewöhnlich für ein Sternbild, dessen Figur sich sonst meist über eine größere Fläche erstreckt. In der Region liegt zudem der offene Sternhaufen M35, mit bloßem Auge unter dunklem Himmel bereits als schwacher Nebelfleck erkennbar.
Name und Ursprung
Der Name bezieht sich auf die Zwillinge Castor und Pollux aus der griechischen Mythologie – Söhne der Leda, von denen nur Pollux unsterblich war; aus Bruderliebe teilte er seine Unsterblichkeit mit Castor, woraufhin Zeus beide als Sternbild an den Himmel versetzte. Auch babylonische Ursprünge sind belegt, dort ursprünglich als "die Großen Zwillinge" gedeutet.
Hellster Stern und Orientierung
Orientierung bieten Castor (α Geminorum) und Pollux (β Geminorum) – wobei Pollux trotz der griechischen Buchstabenreihenfolge der hellere der beiden ist. Von ihnen aus verlaufen zwei parallele Sternenreihen, die die "Körper" der Zwillinge nachzeichnen.
Nachbarsternbilder
Zu seinen Nachbarn zählen unter anderem Stier, Krebs, Fuhrmann und Kleiner Hund.
Beobachtung von Europa aus
Von Europa aus lassen sich die Zwillinge am besten zwischen Januar und März beobachten. Sie stehen hoch am Winterhimmel und sind dank der beiden hellen Hauptsterne auch bei mäßigen Bedingungen leicht zu identifizieren.